Augsburg – unser Ziel des Wochenend-Turnausflugs.
Während der einigermaßen pünktlichen Zugfahrt genossen wir ein 2. Frühstück, selbst der Zugführer hatte seinen Spaß mit uns. Im Hotel kurz die Koffer abgestellt und auf zur „Kiste“ dem Museum der Augsburger Puppenkiste. Hier kommen Kindheitserinnerungen hoch – jederzeit einen Besuch wert. Leider hatte das Theater Sommerpause. Pünktlich erwartete uns dann die Gästeführerin, Frau Heike Abend-Sadeh zum Thema „Safran, Zimt & Co.“ zu einer Führung auf der Gewürzroute durch Augsburg – ein Genuss für alle Sinne. Nach einem gemütlichen Abendessen im Gasthaus Bauerntanz erwischte uns auf dem Heimweg der einzige Regenschauer des Wochenendes. Zum Glück bei einer Eisdiele und einem überdachten Bogengang. Dann ließen wir den Tag bei einem Schlummertrunk im Foyer des Hotels Revue passieren.
Der 2. Tag führte uns zuerst zum Augsburger Dom, wohl einer der bedeutendsten Kirchenbauten Bayerns. Und das können wir bestätigen – sehr beeindruckend! Das Fugger und Welser Erlebnismuseum – unser nächstes Ziel – präsentiert multimedial die Geschichte der bedeutenden Augsburger Familien. Hier übten wir u.a. unsere Fingerfertigkeit im Knotenknüpfen.
Das Augsburger Wassermanagement-System ist UNESCO Welterbe und überall u.a. durch viele Kanäle sichtbar. Bei der Sommerhitze suchten wir Wasser und Erholung und fanden diese am Alten Stadtgraben. Ein idyllisches Plätzchen am Wassergraben mit Kiosk und Kahnfahrt. Rudern bzw. Tretbootfahren beanspruchte unsere Muskeln, aber auch die Lachmuskeln.
Nach dem Abendessen im Ratskeller und etwas kühleren Temperaturen wurde uns die Pracht Augsburgs bei der Führung „Wenn die Schatten länger werden“ nähergebracht, bevor wir ermattet im Hotel ankamen.
Sonntag: unser Hunger nach Kultur ist noch nicht gestillt. Der Weg zur Fuggerei führt uns am Schaezlerpalais vorbei – und natürlich rein, denn es ist Museumstag und der Eintritt ist frei. Aber wir waren überwältigt vom Rokoko-Garten, den tollen Gemälden und beeindruckenden Zimmern. Ein Highlight aber der Spiegelsaal mit seinem Prunk, in dem gerade für ein Klassikkonzert geprobt wurde.
Die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt, erkundeten wir auf eigene Faust. Einige kamen auch mit heutigen Bewohnern und ihrem vierbeinigen Freund ins Gespräch. Der schattige Biergarten und kühle Getränke – ganz entspannt. Aber die Heimfahrt steht an. Koffer holen, ein letzter Afogado am Bahnhof, Zugfahrt – leider zwischen Ulm und Göppingen sehr voll – und viel zu schnell ist das schöne Wochenende vorbei. Was bleibt sind tolle Erinnerungen an die vielen Erlebnisse und unsere harmonische, lustige Truppe sowie zig Fotos.
Elke Höflinger



